Sieben Büsumer Fischer kamen nach ihrem Tod an die Himmelstür. Petrus, der den Eintritt sonst überwachte, war gerade nicht da und der Engel, der an der Tür wachte, ließ diese sieben hinein. Kaum waren sie drin, benahmen sie sich lärmend und streitend wie zu Hause.
Petrus möchte die wilden Gesellen gerne wieder los sein, weiß aber nicht, wie er das anfangen soll. Da meldet sich ein Mann aus Ulstrup, dem heutigen St. Peter, und möchte auch gerne in den Himmel. „Nein“ sagt Petrus, „das geht nicht, ich habe die Nase voll von den Büsumern und ihr von der Westküste in Eiderstedt seid genauso wild. Ich habe genug von diesen Streithammeln, die gestern aus Versehen herein gekommen sind.“
„Und wenn ich dich davon befreie? Darf ich dann in den Himmel?“ fragt der Ulstruper. „Einverstanden“ sagt Petrus.
Der Ulstruper schiebt Petrus ein bisschen zur Seite, öffnet die Tür einen Spalt und schreit in den Himmel: „Schipp an Strand, Schipp an Strand“. Als die Büsumer diesen Ruf hören, stürzen sie aus dem Himmel und wollen zum Strand, um das Schiff zu plündern.
Petrus lässt den Ulstruper schnell in den Himmel und schlägt die Tür zu. Erleichtert bedankt er sich beim Ulstruper und zum Dank für diese Hilfe darf sein Herkunftsort den Namen ST. PETER tragen.
Claus Heitmann/AGO