Zahlenchronik
SH Schleswig-Holstein
NF Nordfriesland
Eid Eiderstedt
SPO St. Peter-Ording
H = Heimreich; C = Chronicon; S = Sax
Zeitrechnung
Im Jahre 525 beschloss Papst Dionysios Exiguus (der Geringere) nicht mehr die Zeitbestimmung nach den römischen Konsuln vorzunehmen, sondern nach Christi Geburt anzusetzen. Dabei hat er die Gründung Roms ins Jahr 754 gesetzt. (nicht 753). Später erkennt man, dass auch die Geburt ungenau angegeben/ausgerechnet worden ist.
SPO 2. Jahrhundert: Urnenfunde in Brösum (Datierung unsicher) Schleifstein?
Eid 2-400 Jh. nach Chr. entstehen die Flachsiedlungen an der Eider (Tofting, Büttel, Tönning, Elisenhof, Welt). Sie bestehen aus mehreren Schichten Erde und Mist. Ausdruck: "sie haben sich hochgeschissen". Der Ankerstein im Museum stammt vielleicht auch aus dieser Zeit.
4- 600 Auswanderung der Angel-Sachsen; Begründung (Notlage) ist unsicher.
7-800 Besiedlung Eiderstedts durch einwandernde Friesen, die durch den Druck der Franken ihr Wohngebiet verlassen müssen. (Land mit gleicher Gezeitenhöhe)
è erste friesische Einwanderung in Eiderstedt
8.u.9. Jh. Siedlungsrest in Wittendün; Fund einer Gewandfibel und Spuren der wikinger-zeitlichen Häuser,
SH 809 Gründung des Klosters Esesfleth bei Itzehoe
811 Karl der Große und Knut Hemming einigen sich auf die Eider als Grenze.
Die Grenze des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation". Sie wird es endgültig 1025
820 Gründung des Meldorfer Domes
1066 Tod von Adelbert von Bremen. (1972 H.48)
1096 SL erhält das "dominium"
NF Karl der Große hatte Friesen als Leibgardisten, desgleichen der dänische König.
13 Leibgardisten bekommen die Utlande als "Rente", weil sie sich mit der Landschaft auskennen. Es entstehen die 13 Harden (Verwaltungsbezirke und Schiffseinheiten) z.B. die Tetens in Eiderstedt, die Levens auf Nordstrand und die Wagen auf Föhr. Diese werden die Wogemänner, da sie nicht zurechtkommen und Piraten werden.
Herzogliche Obrigkeit bis 1544 aus Schleswig
E. è 11./12. Jahrh. Zweite friesische Einwanderung christlicher Friesen.
Ringbedeichung der Harde; Holm ist noch eine Insel;
Bau der Kapellen St. Peter (Ulstrup), St. Nikolaus (Ording) Sancta Maria (Süderhöft)
Einziges sicheres Datum ist die Trennung der Erzbistümer Lund und Hamburg/Bremen. Die Grenze ist die Eider. Nach diesem Datum richten sich die Kirchengründungen.
1103 Bau der Tatinger Kirche von Wittendün aus, (Chronicon)
Dagegen: die Benennung der Kirchen St. Peter, Maria, und Nikolaus lassen stärker die ersten Kapellen an der Westküste vermuten, dann "im Spatenland" erfolgt die erste Kirche auf der Erhöhung von Tating. Beginn des Deichbaus, zuerst die Ringbedeichung der Harde Utholm, s. Blockstruktur.
1103 Ove Bons ertränke seine Tochter, die einVerhältnis mit einem Knecht angefangen hatte.
(Warum in der Chronik ? Beispiel für altes gutes Recht
Abschreckung, um neues Recht zu rechtfertigen?
è Recht)
1109 St. Christian, Garding Sandwehle, dann 1117 Garding die zweite, heutige
1113 Harmen Lüttke (Pastor) wird erschlagen; kirchliche Strafe durch Entziehung des Patronatrechts, = ein Hinweis auf Schwierigkeiten in der "novella plantatio fidei" der neuen Pflanzstätte des Glaubens (Hasse 1198)
1131 Erste urkundliche Erwähnung der Insel Holm (Adam von Bremen)
1161 "das große Morden in Eiderstedt = Fehde "und eine Familie zog gegen die andere" ©
è Recht; Recht der Rache =>Fehde
Humanisierung durch Frieden und Manngeld (Idee der Gnade)
(Priestern war das Waffentragen verboten")
1186 Utlande müssen den "Zehnten" tragen durch König Waldemar; wenn nicht, Kirchenbann
1187 "in tribus navigiis iuxta Ederam" (Hasse 35) = eine Urkunde des Bischofs Waldemar über die Zehnabgaben. Es werden die drei Harden mit Schiffbezirken gleichgesetzt, für die die Verpflichtung zur Heeresfolge bestand. Tunning-haeret; Getthing-haeret, Holmbo-haeret. Bei Dankwerth (S.147) heißen sie Schippsharden, weil man nur mit einem Schiff zu ihnen kommt.
è Ausgangspunkt für das Eiderstedter Wappen.
NF 1198 Brief des Papstes Innozenz III gegen die Missstände in den Utlanden, die
ihre Strafgelder nicht bezahlen, weil sie zu eng heiraten.
è Christianisierung in der "novella plantatio fidei"
NF 1200 Saxo Grammaticus 1150-1220) "Gesta Danorum" 1514 in Paris gedruckt. Er erwähnt "vallum"= Deich. Beweis des Anfanges des Deichbaus.
è Entwicklung des Deichbaus
(1214 Sturmflut)
SH 1227 Schlacht bei Bornhöved (22.7.) Der Schauenburger Adolf IV schlägt
Waldemar II und die Dänen ziehen sich nördlich der Eider zurück. Schleswig wird Territorium in der Statthalterschaft von Dänemark, gleichzeitig ist es Fürstenlehen von Holstein aus. Bei diesem Feldzug haben die Eiderstedter dem Dänenkönig geholfen und wahrscheinlich liegt hier der Anfang der militärischen Auseinandersetzung und späteren Fehde mit den Dithmarschern.
SH 1241 König Waldemar erlässt des "Jütische Recht" in dänischer Sprache. Einteilung in drei Bücher: Familie, Beweismittel, kriegerische Auseinandersetzungen.
Beginn: Mit diesem Recht soll das Land gebaut werden, Würde ein jeder sich mit dem begnügen, was er hat und ließe jeder anderen Gerechtigkeit widerfahren, bedürfe es keinen Gesetzes. Das beste Gesetz ist, sich nach der Wahrheit zu richten.. Wo man nicht weiß, was die Wahrheit ist, soll das Gesetz entscheiden. Gäbe es kein Recht im Lande, würde der Stärkste sich am meisten aneignen.
è Steuern, Abgaben aus Eiderstedt
SH 1249 erfindet König Erich eine neue Steuer: des Pflugpfennig (Gudme 1833 S. 181-183). Sie war gegen die reich gewordenen Bauern in Schonen und Nordfriesland gerichtet. Eiderstedt sollte 800 Pflüge entrichten.
E 1252 Die Nordfriesen und die Eiderstedter wollen diese Steuer nicht zahlen
und der Bruder und Nachfolger von Erik, König Abel startet einen Feldzug gegen die Eiderstedter, den er bei Oldenswort verliert.
Die Dreilande "spreken ut enem Munde" dass sie frei seien und zu keinen Steuern verpflichtet wären, da sie das Land mit Dämmen und Deichen gegen das Meer schützten. (Erinnerung an ein Karlsprivileg (gefälscht)) ©
(Abel hatte Mechthild geheiratet, die Tochter des Holsteinischen Grafen = Beginn der Streitereien)
NF 1261 Die Uthlande machen mit allen Kaufleuten einen Friedensvertrag (Hasse 224)
1284 Waldemar sichert Kaufleuten aus Bremen, Eiderstedt "et Frisonibus" freies Geleit zu.
E 1297 Verkauf von Ländereien bei Tetenbüll an den Grafen von Holstein
1300 Bestätigung des Kaufes und der Privilegien durch König Erich.
1300
1313 Sturmflut ©
1338 Regensommer © (als Strafe interpretiert, weil sie Gott nicht anerkennen wollten)
è die Christianisierung ist nicht ohne Schwierigkeiten verlaufen)
1350 Pest in Eiderstedt © Große Menschenverluste (Heimreich?
führt zur Vernachlässigung der Deichpflege, daher wohl auch der große Schaden bei der folgenden Sturmflut.
1362 Erste Mandränke; Untergang von Rungholt, das Fallstief bricht ein und Utholm wird wieder Insel und erste gewonnene Köge brechen wieder ein.
1367 Geleit- und Schutzbrief der Hamburger und Lüneburger mit den Utholmern.
1370 Die Utholmer vernichten mit der Hilfe des ersten bekannten Stallers Ove Hering die Wogemänner in Westerhever, die das westliche Eiderstedt ausgeplündert hatten ©
Sie werden wie Ritterleute hingerichtet, nicht wie Piraten und Vergewaltiger
1373 Geleit- und Schutzbrief mit Ulstrup = St. Peter und Süderhöved
Erste urkundliche Erwähnung von St. Peter: "in parrochia Ulstorpia".
Es handelt sich um Geleitbriefe für die Hamburger Kaufleute, die in freiem Handel nach St.Peter (Süderhöft und Norderhöft) kommen können. Gleiche Briefe gibt es für Hennstedt und Delve (1368)
NF 1378 22.2. Die Utholmer werden ermahnt ihren Peterspfennig zu zahlen (Hasse 174)
SH 1386 Königin Margarethe zu Nyborg gibt dem holsteinischen Grafen Gerhard VI das
Herzogtum Schleswig als Lehen. Es entsteht das SH Wappen: zwei Löwen (Schleswig) und das Nesselblatt (Holstein)
1400
E 1403 - 1430 Höhepunkt der Dithmarscher Fehde; Beginn mit dem Raub der
Dithmarscher Frauen in der Tönninger Kirche,
1404/7 zweimal verwüsten die D. Eiderstedt und brandschatzen unter C. Widerich
E 1421 Zuversichtsbrief der Lübecker Kaufleute für eine Strandung in Süderhöft.
Sie wollen ihre Ware wieder haben, aber man weiß und will nicht davon gehört haben. Weitere Briefe 1426, 1437, 1436 (Lüb Urk.buch VI, 359)
1426 "Krone der Rechten Wahrheit" Eiderstedter Erbgesetze; Altes Eiderstedter Recht nach den "Voroldern". Es hat nicht lange Bestand gehabt: 1429, 1432,1444, 1446 Ergänzungen.
Schritte der Rechtsentwicklung:
kirchlich weltlich
Harmen Lütke (Patronatsrecht) Ove Bohns 1103
cum sorore Auge um Auge 1161
Pilgerfahrt/Altar Auge um Geld => Erbschaftsregelung (Asylberge)
Friedensregelung
1426 Krone
1435 neue Regelungen:
Ove Alwerk; 1439
Epe Wunnekens
1445 Otto Spliet
Beliebungen
1466 Rotes Buch
Kirchenstrafen nach der 1532 Carolina (Strafrecht)
Reformation.
Kirche: Sitte und Anstand
1572 Eiderstedter Landsrecht
1591 ELR+Polizeyordnng
NF 1435 Freiwilliger Anschluss von Eiderstedt und Nordfriesland an den
Herzog von Schleswig nach dem Vordingborger Frieden. Jetzt beginnt der Kampf der Eiderstedter um ihre Privilegien, die immer wieder gekauft werden müssen (1454, 1461, 1495, 1546, 1488, 1592,1616,1660,1689,1696)
1435 Befehl, die Sietwende zwischen Everschop und Eiderstedt zu bauen.
1436 Deichstreit bei Osterhever, 38 Tote, die hinteren Köge sollen den neuen Deich auch mit anfassen. 1466 einigt man sich im Roten Buch: "dass ein jeder bei seinem Deich bleiben solle" (wieder nur der neue Koog und seine Partizipanten)
1437 Urkunde mit Helgoland
1438 Ove Alwerk geht in Revision, Staller Epe Wunnekens wird vertrieben è Revolte in Utholm
E 1444 Beliebung "Umme Seefundt" (Strandrecht)
SPO 1445 Rechtsfall mit Ove Alwerk, Revolte gegen den Amtmann Otto Spliet in
St. Peter: das neue Recht findet Anwendung, aber keine Zustimmung.
1445 Die Glocke von Süderhöft kommt nach St. Peter, die Kapelle Maria wird aufgelöst und bleibt nur noch ein Friedhof. "Ego vocor Maria"
E 1447, 1480, 1508, 1550 Klageschriften der Dithmarscher und Eiderstedter
SH 1460 Vertrag von Ripen "dat se bleven ewich tosamede ungedeelt". Die Stände hatten sich
König Christian I zum Herzog von Schleswig und Grafen von Holstein gewählt.
E 1461 Jon Jonsson Staller, wird in Garding erschlagen
SPO 1462 Erwähnung von Ulstrup im liber censualis: "der Bischof hat hier Land, ca. 126 Demat, der
Rest ist "destructum per arenam" (Hansen)
1461-1468 Bau der Garde von Tete Fedderkens bei Kotzenbüll
1466 Beginn des Roten Buches "Sammlung von Beliebungen"
1470 Dänischer König besucht Eiderstedt ©
Versuch von Gerhard I Nordfriesland in seine Abhängigkeit zu bringen.
1488 Grundsteinlegung der neuen Kirche zu Kotzenbüll, 1495 Einweihung durch den Bischof Dürkop von Schleswig.
E 1489 Dreilande werden die Halbinsel Eiderstedt durch den Bau des
Dammkooges.
SH 1490 Teilung von SH in einen gottorfischen und einen königlichen Teil
E 1494 Tod von Nikolaus Süwels (Priester) "dicitur rem habuissse cum sorore" Strafe =>
Pilgerfahrt nach Santiago; keine Beerdigungen => Pest
1495 Rückkehr von Hans Eddelmann
1498 Krieg um Helgoland.
1447, 1480, 1500, 1508, 1546 Klageschriften Dithm : Eiderstedt und andere
1500
E 1500 Rachefeldzug gegen die Dithmarscher der Landesherren H
Johann und Herzog Friedrich I, è Niederlage. Die Eiderstedter nehmen teil und verlieren u. a. ihren Staller
SPO 1509 St. Peter wird in drei Bezirken genannt: Süderhöft, St.Peter und Ording
1516 1516 Die Eiderstedter werden erwähnt, dass sie Schollen in Hamburg
verkaufen wollen. Sie müssen zwei Fluten in Stade abwarten
NF 1523 Erste protestantische Predig von Hermann Tast (Husum)
SPO 1533 Schaden in Ording und Süderhöft
1535 Erstes erhaltenes Dematregister von St. Peter und Ording. Es ist ein neues Register, denn die alten sind alle vernichtet worden, da dem Herzog als neuer "episcopus maximus" alle Kirchenländereien zugefallen sind.
1537 Walfisch strandet in St.Peter
1542 Kirchenordnung von Eiderstedt
1543 Verluste durch Sturmflut in Ording und Süderhöft, wahrscheinlich Untergang der ersten Kirche von Ording.
NF 1544 Nordfriesland kommt endgültig zum Herzog von Schleswig
Adolf (1544 - 1586)
Die gottorfsche Zeit 1544 - 1713
SPO 1558 Aufgabe der Süderhöfter Kapelle (1553?)
1559 Dithmarschen wird eingenommen und verliert seine Unabhängigkeit
1572 Eiderstedter Landrecht = widerwärtig und mißverständlich (H),1591 hochdeutsch, 1595 Polizey-Ordnung
1572 Fehlalarm an der Küste, aber 17 Handelsschiffe landen bei Süderhöft (H)
1578 Anna Ties aus WE'LT, "gepeinigt" und verbrannt als Hexe (H)
1588 Bau des Schlosses in Tönning, Sitz des Stallers
1589 Garding und Tönning bekommen Stadtrecht; Oldenswort wird Flecken
1590 Dematregister von St. Peter und Ording
1590 Paus v. Eitzen bestimmt Katechismus-zeiten
1593 Ording bekommt das Kirchspielsrecht, d.h. wird eigene Verwaltungseinheit; wahrscheinlich aufgrund des Baues der 2. Kirche.
NF 1590 - 1616 Johann Adolf (Herzog von Gottorf)
E 1594 Fertigstellung von Hoyerswort; Sitz des Stallers Caspar Hoyer, hat er nicht erlebt.
1595 Spadelandsrecht und neue Deichordnung
1597 Verordnung gegen Wucher (H)
1598 Verbot von aktiver und passiver Bestechung (H.)
1600
1600 Gardebrüder bei Strafe verboten des unziemlichen Gardens und Bettelns (H)
1601 VO gegen Unzucht, Ehebruch mit "dem Schwerte" bestraft (1607) (H)
1604 Kirchstühle und Grabstätten in einem Verzeichnis führen (H 103/4)
1606 Verlobungen öffentlich machen und eintragen (Register)
1607 VO gegen das Schimpfen der Pastoren
1608 neuer Predigereid (H II,98)
1612 Tag der Copulation festhalten (H II, 100)
1613 Strafe, wer seinen Deichscheft nicht in Ordnung hat (H)
E 1612 Dreilandenkoog wird eingedeicht. Er berührt die drei Harden; die Dreilande
1612 schaffen ein Siegel mit den drei Schiffen (vgl. 1187); Tag der Copulation festlegen; (H.100)
1613 Bau der Bootfahrten und des Tönninger Hafen
1615 17000 Bevölkerung Eiderstedt
1895 Grundbesitzer von 2 und mehr Demat
600 Interessenten, ungleiche Anforderungen in den Dörfern Ording z. B. 5 Demat; Witzwort 60
è 3 % der Bevölkerung hatten das Sagen hier; Plutokratie, Oligarchie
è aber: Lasten waren demat-dematgleich,d.h. wer viel zu Sagen hatte, musste auch viel zahlen.
1618 - 1648 30jähriger Krieg; Bau der Schanze in Westerhever 1626
1616- 1659 Friedrich III (Gottorfer Herzog)
1621 Gründung von Friedrichstadt
1622 Grundstücke sollen offiziell eingetragen sein, auch Kauf und Verkauf (H)
1623 Gebot Wicheln zu pflanzen (H); Bei Festmahle hat man ohne Dolch zu erscheinen (H);
Wer sein Messer zieht, zahlt Geldstrafe (H 1648)
Kirchenbuße für Segnen und Wahrsagen
1624 1. Eindeichung der Kirchenleye. Der Deich bricht 1625 wieder ein.
1625 Brand des Pastorats in Ording
1627-29 SH wird durch Wallensteins Söldner besetzt
1632 Wer beim Deichbau seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt,
wird "in Eisen geschlagen" (H)
1634 2. Mandränke mit großen Verlusten an Menschen, Vieh und Land
566 Menschen ertrinken in Eiderstedt, 752 Stück Großvieh
(SPO verliert 20-30 Demat Land (LAS Abt. AXXNr. 1135/1066)
Eiderstedt 2107 Tote, 6100 Vieh, 6738 Schafe und Schweine, 664 Häuser (Heimreich II, 164:)
Tote Häuser
Garding 7 44
Catharinenheerd 61 25
Vollerwiek 45 21
Tetenbüll 505 125
Poppenbüll 180 45
Osterhever 167 42
Uelvesbüll 30 15
SPO 50 ?
Tating 270 65
Westerhever 236 72
Tönning 34 15
Koldenbütel 5 7
Oldenswort 61 35
Witzwort 13 26
Cotzenbüll 75 15
Cating 85 32
Welt 107 30
Vorzeichen in der Natur; Eier, Karauschen in SPO; Blut im Brot
Hochmut: Deichgraf Levesen: "eiserner Deich"; Deichgraf von Risumohr: "Trotz nun Blanker Hans"
1638 Karte von Rollwagen von Eiderstedt
1643 Deichbruch im Westmarker Deich, drei Wehlen entstehen
Bittschrift von S'PO an den Herzog "vor kurzem zwei Wehlen bei Westmarken eingebrochen"
(Vielleicht handelt es sich bei dem Datum um eine Verstellung in der Urkunde: 43 statt 34).
1644-1675 Festungszeit in Tönning
1652 Danckwerth: ..."hat vor den Kirchspelen St. Peter und Ording Sanddünen am Meer, worinnen sich Caninen aufhalten inmaßen dergleichen Sanddünen in Holland großer Menge. die unsrigen in Eyderstedt verschlagen von Jahren zu Jahren und nehmen ab, stieben über das beygelegene Land und verderben es sehr" (S.147) Die übrigen Einwohner seynd Fremdlinge, insonderheit Holländer, deren zimblick viel in dem Lande wohnen, werden doch zu keinen besonderen Ehrenhäuptern gezogen" (S. 149)
1653 Ording, Nordhövet, Westermark/Borg (daselbst ein Schloss soll vorzeiten gestanden seynd) ist nur 644 Demat groß.
1659 Pestperiode
Christian Albrecht 1659 - ?? Herzog von Gottorf
1665 Universität in Kiel gegründet
1675 Der letzte Landtag wird einberufen; 1695 - 1700 Streit um das "ius armorum", d.h. die eigene Bewaffnung.
1679 Klage über Wilderer in den Dreilanden (1655 und 1680 gibt es Verordnungen
Androhungen und Bestrafungen bei Jagen in den Dreilanden)
1692 Fortifikation in Tönning
1699 Beschwerde über Krupschützen inden Dünen, wo der Herzog das alleinige Jagdrecht hat.
(Jagdrecht ist königliches Regal nach dem Jütischen Lov; wird auf den Staller, dann dem Lehnsmann jetzt den Grundbesitzern übertragen (75 Demat/Hektar?)
1654 und 1680 gibt es Verordnungen und Androhungen von Strafe für diejenigen, die in den
Dreilanden auf Jagd gehen.
1696 Einführung der Konfirmation; anfangs für Erwachsene; Widerstand, nun Heranwachsende
1700
Die dänische Zeit 1713 – 1864
NF 1710 Pestperiode
1713 Übergabe der Festung Tönning durch den schwedischen General Steenbock an die Dänen; 1713 Pestperiode; Okkupationsakte 13.3. Verwaltung ist jetzt die Deutsche Kanzlei
NF 1721 Der gottorfsche Anteil wird inkorporiert; der König von Dänemark ist oberster Herr über das
Herzogtum Schleswig. SL gehört zum Gesamtstaat Dänemark
Schleifen der Festung von Tönning èArmut in Tönning
E. 1717 24/25 Sturmflut mit großem Schaden in St. Peter. 1000 m Dünen sind weggebrochen
(Fischer SPO 210)
Anerkennung der Schäden durch den Herzog und Herabsetzung der Steuern.
1720 Bitte um Beisteuern für den Bau der 3.Ordinger Kirche
1724 Versetzung der Ordinger Kirche um 800 m nach Osten auf den jetzigen Platz.
SH 1725 Herzog Karl Friedrich heiratete Anna Petrowa, Tochter des russischen Zaren Peter, der Große
SPO 1756 Sturmflut und Rückverlegung des Ordinger Deiches; Verlust von 100 Demat Land
E 1758 Friesische Sprache wird in den Schulen verboten.
1762 Missernten
1763 und 1775 Sturmfluten
1771 Bau des Hamkensschen Pastorats auf der Bövergeest.
(Der Vater war Pfennigmeister, der Sohn Lehnsmann, der 2. Sohn Pastor. Sie erhielten den Spitznamen: Vater, Sohn und Heiliger Geist)
1771 8.11. Regelung der Namensgebung, nicht mehr patronymisch, sondern mit Familiennamen.
1772 Die Vorschrift wird 1823 wiederholt.
1773 Großfürst Paul verzichtet auf seinen Besitz in SH
1778 Holstein zum Gesamtstaat Dänemark
1784 Fertigstellung des Schleswig-Holstein Kanals UND DES Packhauses 1783
1790 Endgültige Ordinger Deichlinie
1800
SHab 1800 Zentralisierungstendenzen, Sprache nur dänisch; Münzregelung; es entwickelt sich der Nationalgedanke.
1804 Neue Schulordnung: Schulpflicht wird eingeführt, etc.
1805 Elbblockade der Franzosen
1807 Kontinentalsperre
1813 Dänischer Staatsbankrott
1825 Sturmflut mit drei Ertrunkenen in Ording (Tümmeldiek?); die jetzige Deichlinie im
Norderdeich entsteht.
Neubau des Pastorats und der Schule in Ording
1826 Einsetzen einer Dünenpolizei; 1 Unteroffizier und 6 Mann bewachen die Dünen, damit kein Helm geschnitten und kein Vieh in die Dünen gejagt wird. Es entstehen zwei Wachhäuser, die im 1.Weltkrieg als Luftwachposten genutzt werden.
Frage: Wieso wird der DHSV Besitzer der Dünen?
Tendenzen zur Trennung von Dänemark werden immer stärker und in Dänemark entwickelt sich der Gedanke des Eiderdänentums.
1831 Der König erteilt das Recht, den Landtag zusammentreten zu lassen.
SPO 1838 Der erste offizielle zahlende Gast in Ording
1840 Gesindeordnung
1841 Die Kirchenleye wird endgültig eingedeicht. Es entsteht der Ketelskoog. (Name später vom Landmesser Ketels, der einen Teil der Kirchenleye gepachtet hatte1914).
1842 Wegeordnung
1844 Offener Brief
1848 Aufruf zu einer Provisorischen Regierung
1846-1888 Viehexport nach England aus Eiderstedt; die Landbesitzer
werden reich, die Arbeiter haben, da der Ackerbau zurückgeht, kaum zu tun.
1848- 1850 Nationale Erhebung gegen die Dänen, Kampf um Friedrichstadt
Die Helden von Süderhöft: Dittmer Steffens und Jens Hans Jens werden bekannt.
1852 Aufhebung des Mühlenzwangs
1853 Bau der "Lüttschool" im Dorf
1860 Beginn der Anpflanzungen des Waldes in St. Peter, um die Dünen zu befestigen.
Erweiterung der Kirche in St. Peter, Abriss des Glockenturms.
Bis 1864 Neuordnung der Verwaltung, Sprachenedikt
1866 Errichtung einer Rettungstation in Ording
1867 Zusammenschluss der Kirchen von Ording und St. Peter =>Pastor Henning
1864 Kampf von Preußen und Österreich gegen Dänemark; Sieg, neue Grenze Königsau
1867 Preußen gegen Österreich; Sieg von Preußen über Österreich
1864 SH wird eine Provinz von Preußen
1864 Eiderstedt wird ein preußischer Kreis, 1867 Preußische Gesetzgebungen werden wirksam.
1866 Allgemeine Wehrpflicht (Auswanderung nach Amerika)
1867 Oberpostdirektion
Reform des Steuerwesens
Trennung von Justiz und Verwaltung
Landgemeindeordnung, Kreisordnung
Gewerbefreihei
1873 Reform des Münzwesens
1867 Letzter Staller: Ingwersen Garding
Die preußische Zeit 1864 - 1918;
D 1870/1 Deutsch-französischer Krieg; Gründung des Deutschen Reiches
Es werden die Eigenbestrebungen von SH übergangen; aber Gründerzeit danach
Auswanderungen aus SH 122 000 zwischen 1871 und 1894
1872 Neuordnung des Volksschulwesens
SPO 1877 Bau des ersten Hotels an der Nahtstelle zwischen Ording und St. Peter => Bad
1880 98 Badegäste nahmen über 2000 "Karrenbäder"
E 1889 Bau der Marschbahn
SH 1890 Helgoland kommt nach Deutschland zurück (1807-1890 England)
1892 Cholera in HH; SPO profitiert
1893 Bau der Eisenbahn von Tönning nach Garding; Verlust der Bootfahrt
1894 Bau der Meierei, 1974 Abriss der Meierei
1887-1895 Bau des Kaiser-Wilhelmkanals; Nord-Ostseekanal
1887 Ende der Viehtransporte nach England
SPO 1905 Bau der Sommervillen im Bad; Kurtaxe wird eingeführt
1908 Hotel Utholm wird errichtet
1909 Schließung der Werft in Tönning
Bau der Klinkerstraße in der Badallee (Wiederverwendung der Steine)
1910 Bau der Giftbude au dem Strande
1911 Kinderheim Köhlbrand wird errichtet
1913 Sanatorium "Goldene Schlüssel" wird begonnen Dres. Felten; 1955 an das DRK übergeben.
1880 98 Gäste nahmen "Karrenbäder"
Gäste: 1913 4695
1914 3418
1915 2166 (Quelle: Gemeindeblatt Dr. Felten)
1914-1918 1. Weltkrieg
Weimarer Republik 1919 - 1933,
1920 Abstimmung =>heutige Grenze zu Dänemark
1923 Aufnahme von Ruhrflüchtlingen
1925 Elektrizität kommt nach St. Peter.
1926 Bau der 1. Seebrücke, die im selben Winter wieder durch eine Eisflut zerstört und 1927 sofort
wieder aufgebaut wird. Erster Kurdirektor v. Wechmar; Nachfolger v. Plänckner (begeht
Selbstmord im Ordinger Wald)
1927 Bau der Lesehalle im Bad (heute: Kunsthallig).
1928 Hotel Stadt Hamburg
1933 Verlust des eigenen Status als Kreis für 1 Jahr; 1934 wieder eigener Kreis Eiderstedt,
(bis 1970 die Zusammenlegung in den Kreis Nordfriesland erfolgt.)
1932 Eisenbahnanschluss bis St. Peter-Ording
Drittes Reich 1933 - 1945
1933 NSDAP hat die Mehrheit:
W. Erdmann =Ortsgruppenleiter in Ording
Amtsvorsteher in St. Peter: Peter-Römer Jens; bis 1943
Dr. Richard Felten bis 1945
Bau einer Nachrichten Messstelle mit Würzburger Riesen und Freyageräten
Entwicklung von Kinderheimen
1938 Bau der Arche Noah, von Julius Bialek
1939 1. Zahnarzt in St. Peter Boje Möller
Ab 1939 Aufnahme von Ausgebombten und Kindern
1939 - 45 Zweiter Weltkrieg
St. Peter und Ording werden Aufnahmestätten für Ausgebombte,
Alten- und Mütterheime, Lazarette und evakuierte Schulen. Der Ort ist zwischen 1945 und 47 um
200% überbelegt.
Lager Pelikan, Lager Böhl
Internierung der Nordarmee in Eiderstedt und Norddithmarschen
Köhlbrand wird Hilfslazarett, später Hilfskrankenhaus
24. 11. Gründung der Oberschule St. Peter; 1947 1. Abitur im Haus "Hilligenlei"; 1950 zwei Baracken auf der Böhler Heide;1951 Gründung des Nordseeinternats.
Kreis des Landes Schleswig-Holstein 1946
1946 23. 8. Gründung des Landes Schleswig-Holstein
1949 11.6. Offizielle Anerkennung als Bad
1952 Bau der neuen Seebrücke
1953 Sturmflut (Untergang Hollands) => Deicherhöhung in NF.
1954/5 Bau der Kanalisation
1957 Das erste Kurmittelhaus wird errichtet und der Anschluss an die Wasserleitung erfolgt.
1958 Schwefelquelle wird gefunden;
1961 Einweihung des Gemeindehauses in der Badallee
1962 Eine Sturmflut setzt das Bad unter Wasser; Erneuerung der
Deiche im Süden des Ortes; Süderhöft 1976
1962/4 Bau einer Entlastungsstraße, der „Eiderstedter Straße“.
1967 Zusammenlegung von Ording und St. Peter zu einem Amt.
1968 Eröffnung des Meerwassserwellenbades
1969 Neubau der Badbrücke
1972 Erste Ampelanlage im Ort
1976 Sturmflut, drohender Deichbruch in Süderhöft
1977 100-Jahrfeier; 1988 111 Jahrfeier des Bades
1978/9 Schneekatastrophe; St. Peter-Ording ist drei Tage abgeschnitten.
1985 Das Nationalparkgesetz tritt in Kraft.
1990 St. Peter-Ording erhält Erdgas und Kabelanschluß.
1991 Es entwickelt sich das Industriegebiet Bövergeest
1997 "Jan und Gret" werden aufgestellt in Zusammenhang mit der neuen Marktplatzgestaltung
1998 Der Glockenturm
1999 Stöpenhaus
2000
ab 2000 Bau der meteorologischen Station SPO
2006 Backhaus
Neubau der Badbrücke im vorderen Teil.
5 Badestellen: Böhl, (Seekiste) Süd, (Standburg), Bad (Arche Noah), Ording (Strandbar 54 Grad), Ording II (Silbermöwe).
2008 Edenhaus/Bövergest wird abgerissen und 2009 neu aufgebaut, Scheune wird Kaffee
Neubau der Promenade,Gosch-Restauran
2009 Amt Eiderstedt; SPO hat nur noch ein Bürgerbüro :-(
Landesherren (Übersicht für Flensburg)
Knud Laward 1115 - 1131
König Magnus 1131 - 1134
König Erich Emune 1134 - 1137
König Erich Lam 1137 - 1146
Herzog Waldemar I 1147 - 1157
König Waldemar I 1157 - 1169
Herzog Christoph 1169 - 1173
König Waldemar I 1173 - 1182
König Knud VI 1182 - 1187
Herzog Waldemar II 1187 – 1202
König Waldemar II 1202 – 1232
Herzog Abel 1232 – 1252
Herzog Waldemar III 1253 - 1257
König Christopher I 1258 – 1261
Herzog Erich I 1257 – 1272
König Erich Glipping 1272 – 1283
Herzog Waldemar IV 1283 – 1312
Herzog Erich II 1312 – 1325
Herzog Waldemar V 1325 – 1364
Herzog Heinrich 1364 – 1375
Graf Gerhard VI 1386 – 1404
Königin Margarete 1404 – 1412
König Erich (v. Pommern) 1412 – 1435
Herzog Adolf VIII 1435- 1459
König Christian I 1460 – 1481
König Johann und
Herzog Friedrich 1482 - 1490
nach der Teilung 1490
König Johann bis 1513
König Christian II 1513 – 1523
König Friedrich I und
Herzog Christian gemeinsam bis 1533
König Christian III 1533 – 1559
König Friedrich II 1558 – 1588
König Christian IV 1588- 1648
Reihenfolge der gewählten Pröpste in Eiderstedt
1584-1605 Johannes Pistorius (Becker) Tetenbüll
1605-1619 Georg Crusius(Ernstus) (H) Kotzenbüll
1619-1632 Nicolaus Wedowius Witzwort
1624 ius iurandi (H.106)
1633-1653 Johannes Moldenit Tönning
1653-1676 Andreas Lonnerus Garding
1680-1681 Bernhard Oldermann Kotzenbüll
1682-1686 Nicolaus Alardus Tönning
1687-1698 Achatius Majus, Hofprediger in Heidelberg
1698- 1700 Dietericus Andreä Welt
1700-1708 Nicolaus Laurentii St. Peter
1708-1713 Johann Wilhelm Beselin Vollerwiek
1731-1742 Bernhard Christian Gentzel St. Peter
1742-1745 Peter Petrejus Garding
1746-1774 Detlef Adolf Möllenhoff Welt
1774-1781 Christian Detlef Meier Vollerwiek
1781-1792 Georg Friedrich Tusch Kotzenbüll
1792-1794 Thomas Dallwitz Welt
1795-1796 Adolf Heinrich Strodtmann St. Peter
1797-1815 Marcus Detlef Voss Garding
1816-1825 Johann Siegfried Dierksen Poppenbüll
1825-1834 Joachim Jacob Edlefsen Oldenswort
1834-1838 Johannes Andreas Hansen Tating
1838-1850 Friedrich Fedderesen Garding
Die eingesetzten Pröpste seit 1850
1850-1854 Peter Heinsen
1854-1855 Johann Nicolaus Havenstein
1855-1864 Jens Möller Schmidt
1864-1866 Edlef Jebsen Danielsen
1866-1894 Georg Heinrich Wilhelm Schwartz
1895-1929.1 Ernst Anton Friedrich Hansen
1929-1956 Anton Tödt
1956-1975 Cay Heinrich Röhl
1975-199? Hans Walter Wulf
199?- 2008 Friedemann Green
2008-2009 Mester-Römmer (Quellen: O. Hintze, H. Kurberg)
Strandvogtei
normal bei den Rathleuten (H.83)
Jürgen Hess,
Johann Hoyer bekommt Generalaufsicht über die Strandgüter
Deichgrafen in Eiderstedt
1624 Matthias Typotius
1630 Johann Hoyer
1634 Johann Fopp
1655 Matthias Vollbart (H.)
Seerecht (H.91ff)
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